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1

September

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Paolo Emilio Petrillo - Der Riss: 1915–1943. Die ungelösten Verflechtungen zwischen Italien und Deutschland

 

FÄLLT AUS !

 

8. September 1943: Die italienische Regierung schließt einen Waffenstillstand mit den Alliierten und beendet somit den Pakt mit dem Deutschen Reich. Für Italien ist dieser Tag zum Symbol geworden, ein Symbol für die Schwäche, aber gleichzeitig auch für die moralische Kraft der Nation. Was bedeute dieses Datum aber für Deutschland? Und wie haben die deutsche Bevölkerung und die zahlreichen Soldaten in Italien diese Bekanntmachung erlebt? Emilio Petrillo versucht, auch durch einen Rückblick auf frühere Ereignisse, dieser Frage nachzugehen. Seine Quellen sind in erster Linie die 17 Bände der „Meldungen aus dem Reich“, welche, verfasst vom Sicherheitsdienst der SS, die Meinungen der Bevölkerung im Reich aufzeichnen, aber auch zum Großteil noch unbekannte Zeitungsartikel und vor allem auch das Gespräch mit noch lebenden Zeitzeugen. Die Aufarbeitung einer nicht unwesentlichen Episode in der jahrhundertelangen, engen und konfliktreichen Beziehung zwischen Deutschen und Italienern.

 

Paolo Emilio Petrillo ist Journalist und war viele Jahre für verschiedene italienische Medien wie etwa die Tageszeitung „La Stampa“ Korrespondent in Deutschland. Das Buch ist Resultat einer fünfjährigen Recherche.


Eintritt frei - Spende erbeten

8

September

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Beate Niemann - Ich lasse das Vergessen nicht zu: NS-Vergangenheit im familiären und kollektiven Gedächtnis.

 

Bruno Sattler, unter Hitler Gestapo-Chef von Belgrad, wurde 1947 in der DDR wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ zu einer lebenslangen Freiheits-strafe verurteilt. Ihm wurde die Mitschuld am Tod von über 10‘000 Menschen nachgewiesen. Er starb 1972 in der Haft. Beate Niemann, seine 1942 in Berlin geborene Tochter, glaubte über 50 Jahre an die Unschuld ihres Vaters. Gekannt hatte sie ihn eigentlich nur aus der Familiensaga und von wenigen kurzen Besuchen im Gefängnis. Er war ihr zu Unrecht verurteilter Held. Erst in den 1990er Jahre mit dem Zugang zu Stasi-Akten und internationalen Archiven musste sie schmerzhaft erkennen, dass ihr Vater ein Massenmörder war. Die Suche nach Unschuld kehrte sich um in die Sache nach Schuld.Ihre fast obsessive Recherche, die ständig neue schockierende Details hervorgebracht hatte, verarbeitete Yoash Tatari in dem Dokumentarfilm Der gute Vater – eine Tochter klagt an (2003, 3Sat und WDR) und Niemann selbst in ihrem Buch: Mein guter Vater. Eine Täterbiographie (Hentrich & Hentrich, 2005).

 

In ihrem neuen Buch beschreibt Niemann nun das Echo, das ihr „Outing“ hinterlassen hat, sei es in den vielen Briefen, die sie bekam, in Begegnungen mit Opfern, mit ZeitzeugInnen oder SchülerInnen. Denn Niemann geht offensiv mit ihrem Erbe um, sie sucht die Begegnung und den Austausch.


Eintritt frei - Spende erbeten

15

September

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Eckhard Altmann - Meine schlesische Kinder- und Jugendzeit. Von Lissa bei Breslau nach Kauzleben.

 

Altmann, evangelischer Pfarrer und Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR, thematisiert in seinen autobiographischen Schriften den Verlust der deutschen Ostgebiete und beschreibt die Flucht aus Schlesien, wie er sie als Kind erlebt hatte.

 Aus dem Text: Wir, das heißt die Nazis, immerhin auch eine Art von Deutschen, … hatten versucht, die Polen, die Slawen und andere Untermenschen auszurotten oder zu versklaven. Und nun sagt so ein von den Deutschen geschundenes Wesen zu mir, einem Deutschen: „Jetzt müssen wir zusammenhalten.“

 

Verleger Michael Fischer: „Ein Buch, das dazu auffordert, lieb gewonnene Ansichten noch einmal zu überdenken! Wenn sich auch nur ein Mensch aufrafft, dieses Kapitel deutscher Geschichte sanftmütiger zu betrachten, ist schon viel gewonnen!“


Eintritt frei - Spende erbeten

22

September

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Andreas von Klewitz - Das Lied des Polyphem. Bildnis eines Massenmörders

 

Der Roman erzählt die Lebensgeschichte von Harald Gerneweg, einem in behüteten Verhältnissen aufgewachsenen jungen Mann, der, gänzlich unpolitisch, mehr oder weniger zufällig zur SS kommt und williger Vollstrecker der „Endlösung“ wird. Schicksalhaft verkettet mit ihm ist die Jüdin Anna. Sie, die einmal Haralds erste Schwärmerei war, wird mit ihrem Vater aus Berlin deportiert und überlebt das Minsker Ghetto, flieht zu den Partisanen und steht schließlich dem SS-Mann Gerneweg am Erschießungsgraben gegenüber. Der Prozess vor einem sowjetischen Militärgericht, in dem Anna als Zeugin aufgerufen wird, bringt die Protagonisten erneut zusammen. Das Lied des Polyphem erschien 2004, ein Jahr vor Jonathans Littells Bestseller "Die Wohlgesinnten". In Anlehnung an reale Täterbiografien der alliierten Kriegsverbrecherprozesse (1945-1949) zeichnet der Autor das fiktive Psychogramm eines Täters und stellt die Frage: Was macht Menschen zu Mördern? Die Prozesse gegen NS-Verbrecher zeigen auf: Eitelkeit, Geltungsdrang, Karrierestreben, Diensteifrigkeit und Obrigkeitsglauben gehörten ebenso zu den Triebfedern des Bösen wie Erwägungen materieller Art, wirtschaftliche Perspektivlosigkeit und Charakterschwäche.

 

Andreas von Klewitz ist freischaffender Autor, Journalist und Übersetzer, Gestalter von mehreren Filmen und Büchern zu zeitgeschichtlichen und kulturellen Themen, darunter zum Widerstand in NS-Deutschland, zum Holocaust und zu alliierten Kriegsverbrecherprozessen.


Eintritt frei - Spende erbeten

25

September

Mo 19:30
Morgenstern    Lesekreis: Wir lesen und besprechen den Roman "Angerichtet" von Herman Koch.

 

Der preisgekrönte Bestseller aus den Niederlanden erzählt ein Familiendrama, das um die Fragen kreist: Wie weit darf Elternliebe gehen? Was darf man tun, um seine Kinder zu beschützen.

 

Mehr zu Buch und Autor hier beim KIWI Verlag

 

Fragen und Anregungen zum Lesekreis:

 


Eintritt frei - Spende erbeten

21

Oktober

Sa 19:30
Morgenstern    Pubquiz: Morgenstern - Literaturquiz

 

Sei es der dumme Augustin als wiederkehrender Deus es machina in der Prosa Margarethe Schreinemakers , die Satanshexe vom Piz Palü als verborgene Schlüsselfigur im Frühwerk Walter Benjamins oder der bewusst verschluckte Relativsatz als „Koperkanische Wende“ in der Literatur Lapplands des ausgehenden 18. Jahrhunderts – bei unserem allseits beliebtem Pubquiz bleibt kein relevanter Bereich anständiger Literatur unangetastet!

 

Teams von 1-4 Personen

 

Anmeldung unter


Eintritt frei - Spende erbeten

30

Oktober

Mo 19:30
Morgenstern    Lesekreis: Wir lesen und besprechen gemeinsam den Roman „Geronimo“ von Leon de Winter

 

41gtnuth53l._sx314_bo1204203200_„Geronimo“ lautete das Codewort, das die Männer vom Seals Team 6 durchgeben sollten, wenn sie Osama bin Laden gefunden hatten. Doch ist die spektakuläre Jagd nach dem meistgesuchten Mann der Welt wirklich so verlaufen, wie man uns glauben macht? Ein Roman über geniale Heldentaten und tragisches Scheitern, über die Vollkommenheit der Musik und die Unvollkommenheit der Welt, über Liebe und Verlust.

 

Mehr zu Buch und Autor hier beim Diogenes Verlag

 

Fragen und Anregungen zum Lesekreis:


Eintritt frei - Spende erbeten

3

November

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Barbe Maria Linke - Träum mich, Geliebte

 

978-3-86685-566-3Der Leser wird mitgenommen in die Geschichte einer leidenschaft­lichen Sehn­sucht. Franziska, die mit Valera in einem Dorf im Oderbruch aufgewachsen ist, erzählt das Leben der beiden Frauen auf dem Hintergrund der Geschichte von Nachkriegs­deutschland bis zur Ge­gen­wart. Trotz oder gerade wegen ihrer Unter­schied­lichkeit ver­bindet die Frauen eine gegenseitige Faszination. Durch den Mauerbau trennen sich jedoch ihre Wege. Fran­­­ziska, die inzwischen als Schriftstellerin in Berlin lebt, erfährt vom Tod der Freundin. In den Ge­dichten und Aufzeichnungen ihrer Freundin entdeckt sie eine Frau mit großer schriftstellerischer Begabung, die sich nicht entfalten konnte. Das bringt sie auf die Idee, Valera zur Protagonistin ihres nächsten Romans werden zu lassen, ihr eine Bühne zu geben.

 

Barbe Maria Linke, geboren in Köslin/Pommern, wuchs in der DDR auf. Arbeit in verschiedenen Berufen. 1983 Ausreise nach Westberlin. Sie lebt heute als Schriftstellerin in Berlin.


Eintritt frei - Spende erbeten

10

November

Fr 19:30
Morgenstern    Berliner Märchentage: Eibenklang - Wie man den Teufel in die Hölle schickt

 

Eibenklang verkündet den Lobpreis der Minne! Die Minne bestimmt die Geschicke der Lebewesen auf der Erde. Sie ist süß, doch kennt sie auch Gefühle wie Eifersucht und Schmerz. Die Märchen dieses Abends erzählen von der Sinnlichkeit, Liebe, List und dem Ideenreichtum von Männlein wie Weiblein, um an das begehrlich ersehnte Ziel zu gelangen. Musikalisch widmen wir uns dem Minnesang, den derben bis komischen Liedern des Mittelalters und jenen romantischen Liedern, die von dem Schmerz des Sehnens und des Beghrens handeln.

 

Mehr von der Gruppe Eibenklang erfahren

 

Cosima Hoffmann (Gesang, Dudelsack, Drehleier, Krummhorn, Flöten)
Florian Hellbach (Renaissance-Laute)
& Silvia Ladewig (Erzählungen, Gesang, Perkussion)


Eintritt frei - Spende erbeten

17

November

Fr 19:30
Morgenstern    Berliner Märchentage: Vin de Paris - Die Liebe ist eine Himmelsmacht. Songs & Tales of heavenly Love

 

Vin de Paris sind zwei wunderbare weibliche Stimmen und ein Abend voller herzergreifender Märchen, Lieder & Balladen aus Irland, Schottland, England, Frankreich und Amerika. Fast immer geht es um die Liebe in allen Schattierungen und um die Menschen, die sich ihrer Macht nicht entziehen können.

 

Mehr von der Gruppe Vin de Paris erfahren

 

Schon viele Jahre zelebrieren Susanne Pahde und Stefanie Zill Folk in wechselnden musikalischen Verschnitten. Ihr Repertoir reicht von alten Gospels, Shanties und Balladen bis zu modernen Songs und Tunes.


Eintritt frei - Spende erbeten

24

November

Fr 19:00
Morgenstern    Berliner Märchentage: Karin Henkes & Valentina Dann – Von der Liebe getragen

 

Wer liebt, gibt nicht auf. Auch wenn sich ein böser Fluch über das Familienglück ausbreitet und es förmlich durch die Lüfte davon trägt. Valentina Dann (Sibirien) und Karin Henkes (Deutschland) erzählen deutsche und russische Märchen auf Deutsch und zum Teil zweisprachig in ihren Muttersprachen,  über die mutigen die Ihre Lieben suchen und finden.


Eintritt frei - Spende erbeten

1

Dezember

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Ruprecht Günther – Salvador da Bahia

 

Der in Brasilien lebende Autor und Musiker stellt anhand seines Krimis Im Zeichen der Götter sowie seines Bildbandes Zwischen Sternen und Schutt die Region Salvador da Bahia vor. Bahia ist das schwärzeste und afrikanischste Bundesland Brasiliens. Hier im sicheren Hafen Porto Seguro wurde das spätere Riesenreich von Pedro Cabral entdeckt; und hier landeten über Jahrhunderte hinweg die Sklaven und brachten unfreiwillig ihre Sprachen, ihre Kultur, ihre Religion und insbesondere die faszinierende Welt des Candomblé ins Land. Im Candomblé wird zwischen den Menschen und den Göttern – Orixás – eine direkte Verbindung hergestellt.


Eintritt frei - Spende erbeten

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