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13

Juli

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Eva Reichmann – Grenzbereich. Kriminalroman.

 

Als der Briefträger Sandriester seine neue Anstellung im Weinviertel antritt, kann er nicht ahnen, dass er vom Regen in die Traufe kommt. Hinter der Fassade einer idyllischen Kleinstadt tun sich Abgründe auf, als Sandriester eher zufällig hinter die Machenschaften braver Bürger und Bauern kommt. Alles beginnt mit einem menschlichen Zeh, den er in seinem Essen findet, und entwickelt sich bald zu einer mörderischen Geschichte.

 

Der Roman wird vorgestellt von Cornelia Große (KUNST.RAUM.STEGLITZ. e.V.)

 

Mehr zu Buch und Autorin hier bei der dahlemer verlagsanstalt


Eintritt frei - Spende erbeten

30

Juli

Mo 19:30
Morgenstern    Lesekreis: Wir lesen und besprechen Rot vor Augen von Lina Meruane

 

Eine junge Frau wird von einer Sekunde auf die andere blind. Auf einer Party, irgendwo in New York. Erst sieht sie Rot, dann ist alles grau und sie erkennt nur noch Schemen. Die Ärzte hatten sie gewarnt, dennoch war sie auf den Moment nicht vorbereitet. Sie wird Hilfe brauchen ab jetzt, angewiesen sein auf ihren Freund, der im Nebenraum feiert und noch nichts ahnt. In diesem autobiografisch inspirierten Roman erzählt Lina Meruane mit messerscharfer Sprache, was es heißt, wenn plötzlich die gewohnte Orientierung fehlt, sich der Blick statt nach außen nach innen richtet und man nur noch Erinnerungen sieht, wenn die übrigen Sinne Purzelbäume schlagen. Was es bedeutet, abhängig zu sein von der Familie, den Freunden, den Ärzten – und wenn eine Operation mit ungewissem Ausgang darüber entscheidet, wie das Leben weitergeht.

 

Mehr zum Buch: Hier beim Arche Verlag


Fragen, Anregungen zum Lesekreis:


Eintritt frei - Spende erbeten

10

August

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Cornelia Große (KUNST.RAUM.STEGLITZ. e.V.) liest Passagen aus Boza Boza

 

Thomas Aye verdichtet in seinem Roman Boza Boza, erschienen bei der dahlemer verlagsanstalt, die stilistischen Eigenarten eines Drehbuchs mit denen eines Kriminalromans und einer Lovestory zu einem politischen, unterhaltsamen und philosophischen Buch zum Thema Asylpolitik. Seine liebenswerten, skurrilen, zutiefst menschlichen Helden – wie Hit Bull, ein für Abschiebungen zuständiger Bundespolizist oder Natascha, eine Dokumentarfilmerin, die in der Welt etwas verändern will und deshalb in den Untergrund geht – beweisen, dass man nicht machtlos ist, sondern mit ein wenig Mut und Zivilcourage etwas verändern kann.

 

Hier gehts zum Verlag, der dahlemer verlagsanstalt


Eintritt frei - Spende erbeten

17

August

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Eibenklang - Von der Whuppity Stoorie & andere Merkwürdigkeiten aus Schottischen Landen

 

Die grünen Weiten der Highlands, Freiheitskämpfe, Dudelsäcke, ein kostbarer Schatz an Erzählungen und Märchen und nicht zuletzt: Männer in Röcken… EIBENKLANG lädt ein, in diese besondere Atmosphäre zu tauchen. Zu den Geschichten um einen bäuerlichen Drachentöter, blauen Mützen und Feen erklingen schottische Balladen und traditionelle Instrumentalstücke!


Eintritt frei - Spende erbeten

24

August

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Klaus-Dieter Spangenberg – Der Rittmeister Joseph Richard Marcuse (1875-1927). Eine Spurensuche.

 

Als Sohn einer wohlhabenden jüdischen Familie aus dem Berliner Tiergarten Viertel macht Joseph Richard Marcuse Karriere im Ersten Weltkrieg. Nach dem Zusammenbruch des Kaiserreichs gründet er mit zwei Geschäftspartnern die Privatbank Lewinsky, Retzlaff & Co. Er kauft sich eine mondäne Villa im südlichen Tiergarten Viertel und heiratet die Opernsängerin und Schauspielerin Belli Heermann. Mit der Textil-Krise 1925 geht die Bank in Konkurs, die Ehe zerbricht und Joseph Marcuse erkrankt. Er stirbt 1927 im noblen Wiener Cottage Sanatorium im Kreise seiner Angehörigen. Diese außergewöhnliche Lebensgeschichte des „jüdischen Rittmeisters“ Marcuse dokumentiert sein Leben zwischen der Welt des Militärs und der Finanzaristokratie sowie seine Berührung mit der Opern- und Filmgeschichte der Zwanziger Jahre. Seine Grabstätte auf dem Alten St. Matthäus Kirchhof zu Berlin Schöneberg löste diese Spurensuche aus.


Eintritt frei - Spende erbeten

31

August

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Jens Fischer – sich kurz fassen – ach

 

Der Komponist, Musiker und langjährige Weggefährte ganz unterschiedlicher Künstler wie der Blue Man Group, Konstantin Wecker, Tim Neuhaus, Katja Riemann, Max Prosa, Alexa Rodrian und Demba Nabe (Seeed) liest Texte aus seinem aktuellen Gedicht/Poetry Slam Band „Sich kurz fassen – ach“. f i s c h e r begleitet die Lesung mit Musik aus seinen Soloalben „Schattenland“, „19“ & „Asamba“, pur und unplugged. Kessi Petrovich schrieb über seinen Gedichtband. „f i s c h e r verleiht seiner intensiven Wahrnehmung der Welt in Musik, Slam Poetry & Gedichten humorvoll, ungezähmt, manchmal vorlaut, aber immer Zärtlichkeit, Ausdruck.“

 

„ f i s c h e r ist ein stets überschäumender Quell der Freude. Menschlich und musikalisch durfte ich das ja schon viele Jahre mit ihm, auf Tour und im Studio, erleben. Und jetzt auch noch expressis verbis– wunderbar, was für eine schöne Überraschung.“ Konstantin Wecker


Eintritt frei - Spende erbeten

7

September

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Engelhard Weigl – Doppelte Buchführung. Einblick in eine vormoderne Familie.

 

Hermann Samuel Reimarus, Lehrer am Gymnasium in Hamburg hat für den Zeitraum zwischen 1728 und 1780 sorgfältig ein Haushaltsbuch geführt, das alle Einnahmen und Ausgaben der Familie festhält. So erfahren wir nicht nur ihre Ausgaben für Wohnung und Essen, sondern auch für das Personal, für die Erziehung der Kinder. Würden die Toechter anders ausgebildet als die Söhne? Wie würden die Dienstmädchen, die Privatlehrer behandelt? Reimarus ein überzeugter Aufklärer, wie führt er den Haushalt? Wie ist sein Verhältnis zu seiner Frau? Die Haushaltsbuecher geben uns eine Antwort.

 

Engelhard Weigl, Professor für Deutsche Literatur und Philosophie mit Lehrstuhl an der University of Adelaide, hat sich in seiner Forschung sowie in mehreren Sachbüchern intensiv mit der Ideen- und Alltagswelt der Aufklärung auseinandergesetzt.


Eintritt frei - Spende erbeten

14

September

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Martina Kröpelin-Aye – Geschichte einer Tänzerin. Prag – Wien – Berlin.

 

Irene bricht nach dem Krieg – ganz allein und zu Fuß – von Prag Richtung Wien auf. Irene liebt es, zu tanzen. Wenn sie tanzt, vergisst sie die schwere Zeit des Nationalsozialismus in Prag. Schon mit ihrem Onkel Karl, der sich als Soldat nach dem Ersten Weltkrieg erschoss, hatte die Linie eines unnatürlichen Todes begonnen, die auch vor Vater und Mutter keinen Halt machen sollte. Irene trifft die Tänzerin Mary Wigman und beginnt eine Ausbildung im Freien Tanz. Doch Irene lebt in der DDR, wo die Freien Künste als abgehoben und nicht volksnah gelten. Sie schließt sich der widerständischen Erneuerungsbewegung der Kirche an.

 

Die Autorin Martina Kröpelin-Aye, geboren 1963, lebt mit ihrer Familie in Berlin. Seit längerem stehen die Lebensgeschichten von Menschen im Mittelpunkt ihrer literarischen Auseinandersetzung, so entstand auch „Geschichte einer Tänzerin. Prag – Wien – Berlin“ auf der Basis von Interviews.


Eintritt frei - Spende erbeten

28

September

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: John Shreve – Nobel Dylan

 

Vom Literaturnobelpreisträger Bob Dylan werden Texte aus allen Phasen seines Schaffens gesungen und gelesen.

 

Der deutsch-amerikanische Sänger und Schriftsteller John Shreve lebt seit mehr als 40 Jahren in Deutschland. Er hat mehrere CDs und Bücher veröffentlicht. Begleitet wird Shreve von der Sängerin und Blues Harp Spielerin Kat Baloun.

 

Im Web: john-shreve.de


Eintritt frei - Spende erbeten

26

Oktober

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Die Barthel & der Augustin – la Brel. Ein außergewöhnlicher Abend zu Jacques Brel & Francois Villon.

 

Berauscht von sich und dem Leben sprengte Jacques Brel (*1929) alle Grenzen. In seinen Chansons nahm er das Publikum mit auf seine Reisen und Fluchten, teilte seine Affairen, tiefen Freundschaften, die Suche nach der Kindheit, ebenso wie die Angst vor Alter und Tod. Brel inszenierte sein Leben wie ein Regisseur, begeisterungsfähig, voller Zweifel, großzügig und unerträglich, ein Spieler, ein Verdrängungskünstler, doch vor allem ein schöpferischer Mensch, der sich von anderen inspirieren ließ. So auch von Francois Villon (1431*), geboren im Jahr, in dem Jeanne d’Arc auf dem Scheiterhaufen verbrannte. Wie Brel wuchs auch Villon in einem kirchlichen Haushalt auf, als Ziehsohn eines Paters, der ihm das Studium an der Sorbonne ermöglichte. Und er führte ein wildes Leben in den Straßen und Kaschemmen der von den Engländern besetzten Stadt. Wissenshungrig, spottlustig, genial und schlagkräftig, mehrfach eingekerkert, gefoltert, zum Tode verurteilt, freigelassen, mit Verbannung belegt und mit Anfang 30 spurlos verschwunden.

 

Maila Barthel bringt als la BREL die Chansons von Jacques Brel auf die Bühne, Frank Augustin (Gesang und Klavier) spürt den Balladen und Texten von Francois Villon nach. Ein Abend der besonderen Art, der die beiden Dichter und Autoren, ihre Außergewöhnlichkeit, ihre Exzessivität und ihre Leidenschaften aufleben lässt.

 

Mehr zum Duo Die Barthel & Der Augustin hier im Web


Eintritt frei - Spende erbeten

9

November

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Eibenklang – Die wahre Geschichte des Parzival. Nach einer alten arabischen Handschrift neu erzählt.

 

1187: Guido de la Garda, Ordensmeister der Templer, wird von einem Übersetzer gerufen. Ein altes Manuskript ist entdeckt worden. Es erzählt von einer christlichen Reliquie und einem Jüngling, der erwählt wurde, sie zu hüten. Die Reliquie ist dem Ordensmeister wohl bekannt: Es ist nichts geringeres als jenes Gefäß, mit dem Josef von Arimathäa das Blut Christi auffing, als dieser am Kreuz von der Lanze des römischen Soldaten verletzt wurde. Es ist der Heilige Gral.

 

Eibenklang wird in Wort und Klang von den fantastischen Aventiuren des Jünglings Parzival erzählen. Die Musik ist an diesem Abend von so vielseitiger Provenienz wie die Erzählung. Es erklingen Stücke, die schon im 12. Jahrhundert in den französischen und spanischen Regionen zu hören waren: sehnsuchtsvoller Minnesang, poetische Trobadorweisen, sephardische Lieder und die reine Instrumentalmusik des Mittelalters.

 

Es gibt vorweg eine kurze Einführung in den „Parzival“ von Wolfram von Eschenbach.

 

Mehr zur Gruppe Eibenklang hier im Web


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10

November

Sa 19:30
Morgenstern    Lesung: Ein Märchen-Abend mit der Gruppe Vin de Paris

 

Susanne Pahde & Stefanie Zill präsentieren Märchen, Lieder und Balladen aus Schottland, England, Irland, Frankreich und Amerika. Sie handeln von Mächten, denen selbst die Mächtigen hilflos ausgeliefert sind und den verheißungsvollsten Strategien, derer sich Gräfinnen und Bauern, Seemänner und Soldaten, Bräute und Hexen bedienen, um dem Schicksal ein Schnippchen zu schlagen.

 

Mehr zur Gruppe Vin de Paris hier im Web


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16

November

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Marcantée der Barde – Schicksal, Labsal oder Mühsal?

 

Knarrend und quietschend dreht sich das Rad des Lebens und bringt Freude und Leid, Liebe und Tod, Probleme und Lösungen mit sich: Marcantée erzählt in ein paar Geschichten musikalisch mit Gitarre und Gesang umwoben, wie sich Menschen mutig, entschlossen und liebevoll zu neuen Ufern begeben.

 

Mehr zu Markus Virck alias Marcantée der Barde hier im Web


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23

November

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Karin Henkes & Rainer Mensing – Die Stimme der Sehnsucht

 

Die Menschen zieht es oft fort. An andere Orte oder gleich in ein anderes Leben. Wohin die Sehnsucht führt und wo sie Erfüllung findet, davon erzählen frei Karin Henkes aus Berlin und Rainer Mensing aus Essen in ihren Geschichten.


Eintritt frei - Spende erbeten

7

Dezember

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Jenny Schon – lautes schweigen

 

Die Berliner Autorin, Lyrikerin und Preisträgerin Andreas-Gryphius-Preises, Jenny Schon, stellt Gedichte vor aus ihrem neuen Lyrikband lautes schweigen (Geest Verlag. Mit Illustrationen von Christinane Lenz). Begleitet wird sie dabei von Annette Ahme mit Gesang und Akkordeon.


Eintritt frei - Spende erbeten

14

Dezember

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Rainer Schildberger – Ein Sonntag zuviel (Erzählungen)

 

Das große Kaufhaus wird über Nacht von Rosen überwuchert. Einer auf dem Friedhof behauptet, nicht tot zu sein. Und der Alte aus der Nachbarschaft glaubt, das Wetter beeinflussen zu können. Rainer Schildberger entführt in Zwischenwelten, aus denen uns vieles bekannt vorkommt – und doch ist hier alles ganz, ganz anders. Neun brandneue Erzählungen. Schräg und doppelbödig.

 

Ähnlich umwerfend wie schon sein Roman »Der Einflüsterer», stürzt uns »Ein Sonntag zuviel» aus der anfänglich vertrauten Welt kopfüber ins Bodenlose. Das macht richtig Spaß! Auch wenn nicht immer klar wird, ob wir das alles verstanden oder uns schlicht im Netz kurioser Gestalten und Begebenheiten verfangen haben. Wer sich auf diese höchst amüsanten Geschichten einlässt, wird am Ende die Stadt, ja vielleicht sogar sein Leben mit anderen Augen sehen. Ein wilder Ritt durch unsere Gedankenwelten.

 

Mehr zum Buch und dem Autor hier im Web


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