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11

Januar

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Andreas von Klewitz – Café Vaterland. Roman zweier Brüder. Autorenlesung zum 100. Jahrestag des Spartakusaufstandes

 

»Café Vaterland« spielt in Berlin Anfang des 20. Jahrhunderts. Hauptpersonen sind die Geschwister Oskar und Maximilian von Kraucha, die, zusammen in der ländlichen Idylle ihres Elternhauses aufgewachsen, durch die Ereignisse ihrer Zeit gespalten werden. Oskar, der Ältere, kämpft im Ersten Weltkrieg an der Westfront, Maximilian, der Jüngere, im Osten. Ihre Erlebnisse, die Weise, wie sie das Grauen des Kriegsalltags zu verarbeiten versuchen, bilden den Nährboden für den Konflikt, bei dem die Liebe Maximilians zu Emily Senftenberger, der Tochter eines jüdischen Psychiaters, eine Schlüsselrolle spielt. Emily, im Geist der Aufklärung und Toleranz erzogen, unterstützt ihren späteren Verlobten Maximilian in seiner pazifistischen Weltsicht, deren Prinzipien sich jedoch mit den vaterländischen Idealen des älteren Bruders nicht vereinbaren lassen. Dessen Eifersucht führt schließlich zu einer endgültigen Entzweiung, die während der Spartakusunruhen im Januar 1919 in einen Mord mündet.

 

Der Roman zeigt die Komplexität der Ereignisse nach dem Abdanken Kaiser Wilhelms II., die Schwäche der jungen Republik und deren Bedrohung durch radikale Elemente des linken und rechten Lagers. Er illustriert eine Epoche, die den aufkommenden Nationalsozialismus mitprägen sollte – die Geburt der Weimarer Republik.

 

Andreas von Klewitz: 1960 in Wiesbaden geboren, aufgewachsen in Zagreb, Kopenhagen und Berlin, Studium der Slawistik und Ost- und Südosteuropäischen Geschichte (M.A.), freischaffender Publizist und Übersetzer, mehrere Filme und Bücher zu zeitgeschichtlichen und kulturellen Themen, darunter zum Widerstand in NS-Deutschland, zum Holocaust und zu alliierten Kriegsverbrecherprozessen. Diverse Kurzgeschichten, u. a. bei dtv, im Herbst 2004 Veröffentlichung des ersten Romans „Das Lied des Polyphem“ im Berliner Parthas Verlag.


Eintritt frei - Spende erbeten

25

Januar

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Dorothea Stockmar, Malerin und Buchautorin trägt vor zum Thema: Reifen Sie schon oder altern Sie noch? begleitet von Vitaliy Shal, Gitarrensolist und Kammermusiker unter dem Motto Bach meets Beatles

 

„Will you still need me, will you still feed me when I’m 64” sangen die Beatles einst. Was würden sie heute singen, da der Anteil der über 60 Jährigen stetig zugenommen hat? Wer zunehmend von älteren Menschen umgeben ist, wird nicht umhin kommen, sich mit dem eigenen Älterwerden auseinanderzusetzen. Packen wir es an und widmen uns, begleitet von klingenden Saiten, der Frage, was „Reifen“ für uns heute bedeutet.

 

Mehr zur Buchautorin und Künstlerin unter www.stockmar-kunst.de


Bei seiner regen Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker begeistert der mehrfache Preisträger von nationalen und internationalen Wettbewerben Vitaly Shal mit seiner virtuosen und leidenschaftlichen Spielweise, die eine tiefgründige Liebe zur Musik verrät.


Eintritt frei - Spende erbeten

1

Februar

Fr 19:30
Morgenstern    Konzert: Lena Dahlen – Berliner Tango

 

„Genau hier, beim Tango finde ich meinen Traummann“, ist sich die Ich-Erzählerin zu Beginn des Buches überraschend sicher: Lena Dahlen, 39 Jahre alt, brünett, groß, schlank, Berlinerin, von Beruf Autorin und Single. Der sehr private Blick hinter die Kulissen erzählt von Momenten und Begegnungen, Erlebtes mischt sich mit Fiktivem. Wie bei der Sache mit Caruso, diesem Bild von einem Mann und großartigen Tänzer, der sie bei ihren ersten Schritten begleitet, zufällig! Lena meistert unverhoffte Auf’s und Ab’s, bis sie diese Kunstpostkarte in ihrem Briefkasten findet.

 

Es geht um das Miteinander in Beziehungen, dabei macht es keinen Unterschied, ob es der Tango oder das wahre Leben ist. Beim Tango geht es nur einfach schneller, da gibt man sich das Ja-Wort für 3×3 Minuten. Ergibt viel Potential schon an einem Abend, und in Berlin kann jeder Abend eine Tangonacht sein, also 7 Mal die Woche. Neben dem Tanz lernt Lena eine Menge über die Männer, das Leben und am Ende sich selbst. Kommt sie dabei ihrem Ziel näher? Offen, authentisch und augenzwinckernd erzählt.

 

Mehr zur Autorin unter www.lenadahlen.com


Eintritt frei - Spende erbeten

8

Februar

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Die Barthel & der Augustin – Und das Meer so blau Brecht nicht mit Brecht. Songs, Balladen und Gedichten von Bertolt Brecht.

 

Vielen Menschen sagt Bertolt Brecht eine Menge und sehr vielen sind seine Texte, Dramen und Gedichte gänzlich unbekannt. Dabei sind sie auch heute noch sehr aktuell und über historische Auseinandersetzung und politische Theorie hinaus höchst konkret, kraftvoll und poetisch ansprechend. Ein Dichter, der die Menschen liebte und die Gerechtigkeit Brecht nicht mit Brecht.

 

Brecht auf ins eigenen Denken, Brecht ab das Zweifeln, Brecht ab das Hadern, Brecht aus in Lachen, Brecht ein in Brechts Gedankenwelt und nehmt euch, was euch zusteht und was ihr braucht. Mit Brecht gegen Militarismus, Nationalismus und Krieg.

Und das Meer so blau

 

Mehr zum Programm und den beiden Künstler hier im Web


Eintritt frei - Spende erbeten

15

Februar

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Cornelia Große liest aus "Am Sonntag kommt doch keiner" von Isabella Vogel

 

In ihrem Debüt- und leider einzigem Roman schildert Isabella Vogel eine recht ungewöhnliche Reise, die einen kuriosen Anfang hat, und Mascha, die Heldin, aus Berlin nach Paris und Südfrankreich führt. Viele Stationen und Erlebnisse tragen schließlich dazu bei, dass sich aus dem kratzbürstigen Teen eine verantwortungsbewusste Person entwickelt. Eine wunderschöne Geschichte, liebevoll erzählt, umhüllt von einer verblüffenden Rahmenhandlung!

 

„Im Januar 2016, kurz nach ihrem achtundzwanzigsten Geburtstag, ist Isabella Vogel von uns gegangen. Sie konnte einfach nicht mehr… Eine Autorin, die uns mit ihrem hintergründigen Witz und Charme immer wieder in ihren Bann hatte ziehen wollen – und können. Mit dieser Lesung wollen wir sie in Erinnerung behalten.“ Verleger Michael Fischer


Eintritt frei - Spende erbeten

1

März

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Josef Schley liest aus seinem Berlin-Krimi "Zentralstadion"

 

Seit Jahren schon kämpft eine Bürgerinitiative in Charlottenburg-Wilmersdorf gegen die Bebauung des Innenbereiches im denkmalgeschützten WOGA-Komplex am Kurfürstendamm. Jetzt sind die ehemaligen „Tennisplätze am Ku´damm“ zum Schauplatz eines Kriminalfalles geworden: Einer der beiden neuen Inhaber wird ganz in der Nähe der Courts, in der Albrecht-Achilles-Straße, umgebracht. Kriminalhauptkommissar Hans Stern vom LKA Berlin und das Team der Ersten Mordkommission übernehmen den Fall.

 

In seinem neuesten Roman ZentralStadion verknüpft der Berliner Krimi-Autor Josef Schley die realen Fakten um den Verkauf der ehemaligen Tennisanlage an einen Großinvestor mit der fiktiven Wiederaufnahme des Spielbetriebes auf der komplett restaurierten Sportanlage zu einer spannenden Kriminalgeschichte. Lesestoff, der hochaktuell und nicht nur für die Anwohner im Kiez interessant ist.


Eintritt frei - Spende erbeten

29

März

Fr 19:30
Morgenstern    Lesung: Filmkritiker Rochus Wolff stellt sein Buch "33 beste Kinderfilme" vor

 

Welche aktuellen Filme taugen etwas, gibt es Klassiker, die Kinder auch heute noch gerne sehen? Filmkritiker Rochus Wolff, selbst Vater zweier mittlerweile sehr anspruchsvoller Filmliebhaber, schlägt 33 Filme vor, die alles Mögliche sein mögen, aber auf keinen Fall langweilig. Dabei reicht die Spannbreite vom Märchenfilm bis zur Sinfonie in Pups, vom Krimi aus der großen Stadt bis hin zum stillen Sommerfilm in Dorfkulisse. Glück und Aufregung, Angst (ein bisschen) und Trauer, Liebe und Lernen – Filme, in denen alles steckt, was Kino geben kann.

 

Mit einer Ausnahme: Tumber Zeitvertreib ist in dieser Auswahl nicht dabei. Zu den Filmen aus diesem Buch kann und will man eine Meinung haben, und man kann sie auch nutzen, um eine kleine Reise durch die Filmgeschichte zu beginnen, angefangen mit Lotte Reinigers Die Abenteuer des Prinzen Achmed aus dem Jahr 1923, endend in der Gegenwart bei Königin von Niendorf von Joya Thome.

 

Mehr zum Buch und dem Autor hier beim Verlag Dreiviertelhaus


Eintritt frei - Spende erbeten

30

März

Sa 19:30
Morgenstern    Lesung: Karoline Menge liest aus ihrem Debütroman "Warten auf Schnee"

 

Seit ihre Mutter fortging, sind Pauli und ihre Schwester Karine auf sich allein gestellt. Pauli ist sechzehn und als Ältere darum bemüht, einen normalen Tagesablauf aufrechtzuerhalten. Doch die Vorräte, die ihre Mutter vor ihrem Verschwinden einkochte, gehen zur Neige, und obwohl noch nicht mal November ist, verheißt der Blick zum Himmel nichts Gutes. Nachdem auch die letzten Bewohner das Dorf verlassen haben und der Mond die Landschaft in ein unheilvolles, blassgrünes Licht taucht, ziehen die fernen Hügel Pauli magisch an. Denn dahinter liegt das Unbekannte, das alle verschluckt – zuerst ihren Vater und später auch Powel, den großen Jungen mit dem seltsamen Gesicht, ihren einzigen Vertrauten. Auf der Suche nach einer Erklärung wandern Paulis Gedanken in die Vergangenheit, und schicksalhafte Geschichten treten ans Licht. Pauli wird klar: Sie muss handeln, bevor der erste Schnee fällt.

 

»Warten auf Schnee« ist ein schnörkelloses Debüt mit präziser Sprache, das durch seine atmosphärische Dichte besticht und eine hypnotische Ruhe ausstrahlt, die den Leser in ihren Bann zieht. Kunstvoll verwebt Karoline Menge, geboren 1986 in Berlin, archaische Märchenmotive zu einer modernen Geschichte, die einen anschwellenden Sog des Unheimlichen erzeugt. Für den Roman wurde die Autorin mit dem Ulla-Hahn-Preis ausgezeichnet.

 

Mehr zum Buch und der Aurorin hier bei der Frankfurter Verlagsanstalt


Eintritt frei - Spende erbeten

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